
Nach einem Verkehrsunfall kannst du Anspruch auf Schmerzensgeld haben, wenn du körperliche oder psychische Schäden erlitten hast. Die Höhe hängt von Art und Schwere der Verletzungen ab. UNFALLNAVI unterstützt dich dabei, deinen Anspruch realistisch einzuschätzen und durchzusetzen.
Im Folgenden zeigen wir, was Schmerzensgeld genau bedeutet, wie du es berechnen kannst und welche Summen in der Praxis üblich sind.
Inhaltsverzeichnis
Schmerzensgeld ist ein finanzieller Ausgleich für sogenannte immaterielle Schäden – also für körperliche Schmerzen, seelisches Leid oder Einschränkungen im Alltag, die dir nach einem Verkehrsunfall entstehen.
Die rechtliche Grundlage ergibt sich aus § 253 BGB. Danach kannst du eine Geldentschädigung verlangen, wenn beispielsweise Körper, Gesundheit oder Freiheit verletzt wurden.
Anders als bei materiellen Schäden (z. B. Reparaturkosten) lässt sich der erlittene Schmerz nicht „reparieren“. Zwar gilt im deutschen Schadensrecht grundsätzlich der Gedanke der Naturalrestitution nach § 249 BGB, doch bei immateriellen Schäden ist das schlicht nicht möglich. Stattdessen tritt das Schmerzensgeld an die Stelle des tatsächlichen Ausgleichs.
Dabei erfüllt das Schmerzensgeld zwei zentrale Funktionen: Es soll den erlittenen Schaden ausgleichen und dir zugleich eine gewisse Genugtuung verschaffen.
Kurz gesagt: Schmerzensgeld ist das Geld, das du für erlittene Schmerzen und persönliche Beeinträchtigungen nach einem Unfall bekommst – zusätzlich zu allen anderen Schadensersatzansprüchen.
Es gibt keine feste Formel für Schmerzensgeld. Die Höhe hängt immer von deinem individuellen Fall ab, insbesondere von der Art und Schwere deiner Verletzungen, der Dauer der Schmerzen, möglichen Folgeschäden und Einschränkungen im Alltag. Gerichte orientieren sich dabei häufig an vergleichbaren Urteilen und sogenannten Schmerzensgeldtabellen, um eine realistische Orientierung zu geben.
Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Welche Verletzungen hast du erlitten – zum Beispiel einen Armbruch, eine Prellung oder eine schwere Kopfverletzung? Wie lange dauert die Heilung, und gab es Komplikationen? Bestehen langfristige Einschränkungen, wie Dauerschäden, Bewegungsprobleme oder psychische Folgen? All diese Punkte beeinflussen die Höhe des Anspruchs.
Leichte Verletzungen, wie ein kleiner Armbruch mit kurzer Heilungsdauer, führen oft zu einigen hundert bis wenigen tausend Euro. Schwere Verletzungen, etwa eine Kopfverletzung mit langfristigen Folgen, können mehrere tausend bis zehntausend Euro Schmerzensgeld nach sich ziehen.
Schmerzensgeldtabellen geben dir also eine Orientierung, ersetzen aber keine individuelle Prüfung. Wer sicherstellen will, dass er nicht zu wenig erhält, sollte auf professionelle Unterstützung setzen, zum Beispiel durch UNFALLNAVI, die deinen Anspruch umfassend durchsetzt und alle relevanten Positionen berücksichtigt.
Wie funktioniert UNFALLNAVI?
Erfahre in unserem Artikel, wie UNFALLNAVI dir als Geschädigtem nach einem Unfall helfen kann.
Die folgende Tabelle zeigt typische Schmerzensgeldbeträge nach verschiedenen Verletzungen im Verkehrsunfall. Sie dient als Orientierung und basiert auf gerichtlichen Entscheidungen. Die tatsächliche Höhe deines Anspruchs hängt immer von deinem individuellen Fall ab – Faktoren wie Verletzungsart, Heilungsdauer oder Dauerschäden spielen eine entscheidende Rolle.
Schmerzensgeldtabelle Autounfall
| Verletzung | Schmerzensgeld | Urteil |
|---|---|---|
| Schleudertrauma, ISG-Blockade, Verletzung der Lendenwirbel | 2.000 Euro | AG München, 2013 |
| HWS-Distorsion 1. Grades, einmonatige Arbeitsunfähigkeit, fast dreijähriger Heilungsprozess | 4.000 Euro | OLG Nürnberg, 2000 |
| HWS-Distorsion 1. Grades, Cervikalsyndrom, fortwährende Schwindelattacken, dreiwöchige stationäre Behandlung, fünfmonatige Arbeitsunfähigkeit | 6.000 Euro | OLG Saarbrücken, 2005 |
| Bruch zweier Wirbel | 10.000 Euro | LG Coburg, 2009 |
| Dauerhafter, mittelschwerer rechtsseitiger Tinnitus | 12.000 Euro | OLG Naumburg, 2013 |
| Nasenbeinbruch, Schlüsselbeinbruch, Rippenbruch, Ausrenkung des Schultergelenks, Pneumothorax, Nierenquetschung, zahlreiche Prellungen, Schürfwunden, Riss- und Platzwunden | 15.000 Euro | OLG Karlsruhe, 2012 |
| Schweres Schleudertrauma sowie Nasenbeinbruch, Schürf- und Schnittwunden, zahlreiche Prellungen | 30.000 Euro | OLG Schleswig-Holstein, 2010 |
| Schweres Schädel-Hirn-Trauma, apallisches Syndrom, 6 Monate Wachkoma | 60.000 Euro | OLG Naumburg, 2015 |
| Polytrauma, zahlreiche schwerwiegende und lebensgefährliche Verletzungen | 250.000 Euro | OLG Karlsruhe, 2013 |
| Schweres Schleudertrauma und Wachkoma nach grob fahrlässigem Autounfall | 500.000 Euro | OLG Oldenburg, 2014 |
Schmerzensgeldtabelle Fahrradunfall
| Verletzung | Schmerzensgeld | Urteil |
|---|---|---|
| Schulterverletzung nach Sturz durch grundloses Hupen | 200 Euro | AG Frankfurt, 2007 |
| Speichen- und Ellenbruch | 6.500 Euro | OLG Koblenz, 2012 |
| Offener Unterschenkeltrümmerbruch und Daumenfraktur | 7.500 Euro | OLG Oldenburg, 2005 |
| Schienbeinbruch, Gehirnerschütterung, Prellungen und Schürfwunden | 11.250 Euro | OLG Hamm, 2014 |
| Unfallbedingte Beinverkürzung | 25.000 Euro | KG Berlin, 2004 |
| Schädel-Hirn-Trauma mit Dauerschäden | 75.000 Euro | OLG Hamm, 2001 |
Schmerzensgeldtabelle Motorradunfall
| Verletzung | Schmerzensgeld | Urteil |
|---|---|---|
| Prellung der linken Schulter | 800 Euro | LG Detmold, 2016 |
| Mittelhandfraktur, Rippenbruch, Hüftgelenksprellung | 3.000 Euro | OLG Koblenz, 2011 |
| Schultergelenkssprengung | 5.500 Euro | OLG Schleswig-Holstein, 2012 |
| Schwere Verletzung von Kniegelenk und Kniescheibe | 14.000 Euro | OLG Brandenburg, 2009 |
| Distale Unterschenkelamputation infolge schwerer Fußverletzung | 45.000 Euro | OLG Nürnberg, 2013 |
| Riss von Leber und Gallenblase | 200.000 Euro | OLG Coburg, 2005 |
Wenn du nach einem Unfall Schmerzensgeld geltend machen willst, übernimmt UNFALLNAVI den kompletten Prozess für dich. Zuerst analysiert das Team deine Unterlagen, Beweise und ärztlichen Atteste, um die Erfolgsaussichten realistisch einzuschätzen. Anschließend wird dein Anspruch gegenüber der gegnerischen Versicherung durchgesetzt – entweder durch direkte Verhandlungen oder, falls nötig, über den rechtlichen Weg. Dabei sorgt UNFALLNAVI dafür, dass du dein maximales Schmerzensgeld bekommst, ohne selbst Anwaltsbriefe schreiben oder Fristen überwachen zu müssen. So kannst du dich auf deine Genesung konzentrieren, während Experten sich um den Rest kümmern.
Unfall – Was tun als Geschädigter?
Erfahre in unserem Artikel, wie du dich nach einem Verkehrsunfall verhalten solltest und was es zu beachten gibt.
Schmerzensgeld nach einem Unfall kann erheblich variieren – von kleinen Schleudertraumata bis zu schweren Polytraumen, wie unsere Tabelle zeigt. Wichtig ist, dass du deinen Anspruch frühzeitig prüfst und professionell durchsetzt, damit dir kein Euro entgeht. Mit UNFALLNAVI hast du dabei einen starken Partner an deiner Seite: von der Einschätzung deines Anspruchs über die Verhandlung mit der Versicherung bis zur Auszahlung. So bekommst du faire Entschädigung für deinen Schmerz, ohne selbst durch Bürokratie und Formulare zu kämpfen.
Schadensersatz ersetzt finanzielle Verluste wie Reparaturkosten oder Verdienstausfall. Schmerzensgeld gleicht immaterielle Schäden aus, etwa Schmerzen, Leid oder psychische Belastungen. Während Schadensersatz Dinge betrifft, geht es beim Schmerzensgeld um die persönliche Beeinträchtigung durch den Unfall.
Schmerzensgeld verjährt meist nach drei Jahren. Die Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem du vom Unfall und vom Verursacher erfahren hast. Danach kann der Anspruch in der Regel nicht mehr durchgesetzt werden.
Die Höhe richtet sich nach Schwere der Verletzung, Dauer der Schmerzen, Behandlung, Folgeschäden und Einschränkungen im Alltag. Gerichte nutzen Schmerzensgeldtabellen als Orientierung, entscheiden aber immer individuell nach den konkreten Umständen des Falls.
Das Wichtigste ist, Ruhe zu bewahren. Sichere die Unfallstelle mit Warnblinkern, Warnweste und Warndreieck. Tausche Daten aus und fülle den Europäischen Unfallbericht aus, um den Unfallhergang korrekt zu dokumentieren. Mehr Infos findest du in unserem Beitrag Unfall – Was tun als Geschädigter?.
Du bist Geschädigter eines Unfalls? Wir helfen dir!
Hinweis: Dieser Beitrag enthält allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle rechtliche Beratung.